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Lofoten, Tag 2

Nusfjord

Lofoten, Tag 2

Wir haben uns den Wecker für 9 Uhr gestellt, nach dem Aufstehen habe ich erstmal die Vermieterin angeschrieben wie wir es mit der Bezahlung der Fischerhütte (Rorbuer) machen, Sie meinte, sie kommt gegen 13 Uhr vorbei. Also haben wir erstmal Kaffee gekocht (hab ich aus Deutschland mitgenommen, da Lebensmittel ja bekanntlich in Norwegen nicht ganz günstig sind) und sind über den Süßigkeitenvorrat hergefallen (gesundes Frühstück). Nebenbei schauten wir uns erstmal die Fischerhütte richtig an, ob alles da war und wie alles funktionierte (norwegische Heizungen sind tricky), wir hatte ja heute mal ein wenig Zeit. Nach dem Frühstück sind wir dann erstmal ca. 11 km nach Leknes, in den nächsten Ort, zum Einkaufen losgefahren. Angekommen bei Rema 1000 (vergleichbar mit Rewe) haben wir erstmal das tolle Fischangebot angeschaut, welches man bei uns nie in einem Supermarkt finden würde. Nun haben wir erstmal das wichtigste, was für für die ersten Tage benötigten eingepackt, darunter auch 5 Kg Nudeln, Nutella und Marmelade (sehr wichtig für Andreas) und halt solche Sachen wie Brot, Wurst, Kekse und eine Menge an Trinken. Andreas suchte noch nach Knoblauch in Pulverform, leider waren die Gewürzmischungen nicht bebildert und das Norwegisch ist noch nicht so ganz drin, so musste er erstmal Abstand von dem Gedanken “Nudeln mit Knoblauch” nehmen. Angekommen an der Kasse mussten wir feststellen, dass die Leute in Norwegen sehr kurze Bandablagen haben (die Norweger scheinen nicht so viel einzukaufen). Man hat hinten noch ausgepackt, vorne war die Kassiererin schon am scannen der Waren und man war immer noch nicht fertig, weil nichts mehr auf das Band passte. Andreas hat dann letztendlich in Bar 900 Nok (ca 98€) bezahlt, für einen Einkauf der sehr überschaubar war (wie im Bild zu sehen ist). Alles eingeladen (man beachte den photo-nerds Einkaufsbeutel) ging es dann wieder Richtung Ballstad zur Fischerhütte, bis uns einfiel, dass Andreas und Nils noch Alufolie für die Schnitten zum einpacken benötigten (man muss ja das Futter auch an den Fotospot bekommen), also nochmal eine Runde im Kreisverkehr und wieder zu Rema 1000. Andreas ist nochmal alleine in den Laden und hat welche gekauft und freute sich, dass er die billige gekauft hat. Jetzt hatten wir Alles und konnte nun erneut die Heimreise antreten.

 

Jetzt konnte man sich langsam ein Bild der Landschaft machen. Alles hatte sich schön verfärbt, in herbstlichen Farben und überall waren Fjorde und die See zusehen, eingerahmt in einer Felskulisse. Das Wetter war eigentlich sehr vielversprechend, es war leicht bewölkt mit Sonnenschein. Wieder angekommen in Ballstad am Haus, haben wir erstmal die ganzen Einkäufe im Kühlschrank verstaut. Gegen 13 Uhr kam dann die Vermieterin und nach einem kurzen Plausch habe ich per Kreditkarte die Unterkunft bezahlt. Dies ging recht unkompliziert über ein Kreditkartenlesegerät was per Bluetooth mit einem Handy verbunden war.

Nun ging es an die Planung, was wir heute noch für Spots besuchen. Wir hatten uns gestern während der Anreise im Auto schon Gedanken gemacht und uns für die erste Route entschieden, die ich schon zu Hause geplant hatte.

 

Es ging als erstes 14 Uhr nach Rolfsfjorden, dort angekommen fing es leicht an zu regnen (wie sollte es auch anders sein), aber wir schnappten unsere Fotoausrüstung und suchten nach einem geeigneten Spot zum fotografieren. Wir nutzen die kurzen Pausen wo es nicht regnete um ein paar Bilder zu machen, der Nachteil war, dass wir gerade Ebbe hatte und man viel Unrat (Algen) im Wasser gesehen hat.

 

Als es doller anfing zu Regnen packten wir die Sachen zusammen und fuhren weiter Richtung Steine (ein kleines Fischerdorf mit ein paar schönen kleinen Inseln). Da die Lofoten landschaftlich so schön sind, kann man eigentlich an jeder Ecke anhalten. Wir fuhren eine Straße hinunter, die auf einen Fjord zu lief und hielten kurzer Hand an der Bushaltestellen. Da ja Busse hier nur Früh, Mittags und Abends fahren war dies aber kein Problem. Wir nahmen die Ausrüstung gleich aus dem Kofferraum und bauten schnell auf um eine tolle herbstliche Färbung mit Spiegelung im Fjord einzufangen.

 

Als wir in Steine ankamen hörte es auf einmal auf mit regnen und wir gingen los um uns ein paar geeignete Spots zu suchen. Das Wetter meinte es aber zu gut mit Uns, sodass wir eine sehr hell scheinende Sonne hatte, da war selbst bei 2 facher Unterbelichtung der Himmel noch leicht ausgebrannt. Zudem hat man ja auch immer mit den guten Lensflares zu tun.

 

Als letzten Spot für diesen Tag haben wir uns Mortsund ausgesucht, auch ein kleines Fischerdorf. Ich hatte ein Bild im Kopf was ich auf FlickR von diesem Ort gesehen hatte. Also haben wir eine halbe Stunde nach dem passenden Spot gesucht, dies hat sich aber schwieriger gestaltet, als wir angenommen hatten. Einmal waren Strommasten im Weg und das andere mal eine nicht so schöne Fabrik, also entschieden wir uns an die Küste zugehen. Wir mussten jetzt bloß noch einen Zugang finden da dort wieder sehr viel eingezäunt war. Schließlich angekommen machten wir noch ein paar Langzeitbelichtungen, da sich der Sonnenuntergang eher grau gestaltete.

 

Als wir dann kurz nach Sonnenuntergang fertig waren, setzten wir uns in das Auto und fuhren zurück nach Ballstad und kamen 20 Uhr in Ballstad an. Nils bereitete uns wie immer auf unseren Reisen eine leckere Portion Nudeln mit Tomatensauce und Wienern zu (Ohne Knoblauch). Ich fing an die Bilder des Tages der 3 Kameras zu sichern, damit nix schief gehen kann was die Bilder angeht. Nebenbei planten wir für den nächsten Tag die Spots und schauten nach dem Wetter, ob es sich überhaupt lohnt aufzustehen.

 

Nach dem Essen gingen wir vor das Haus mit Blick auf Hafen und sahen wie die Northern Lights über unseren Köpfen tanzten, wir schnappten schnell die Fotoausrüstung und machten ein paar Bilder vom Hafen, mit den Northern Lights. Wir überlegten uns ob wir nochmal losfahren und entschlossen uns dann letztendlich für Haukland Beach. Also wieder komplette Fotoausrüstung eingepackt und natürlich noch die Lange Brennweite gegen eine Lichtstarke Festbrennweite getauscht und los ging es.

 

Wir brauchten ca 25 Minuten bis wir da waren, Andreas und Nils hielten während der Fahrt immer Ausschau nach den Northern Lights. Andreas klebte an der Scheibe und Nils schaute von hinten durch das große Panoramadach. Angekommen sahen wir, dass die Intensität der Lichter schon stark abgenommen hatte und nicht mehr so schön wie am Haus in Ballstad war, aber wir sind ja nicht umsonst losgefahren, wir packten die Kameras aus, liefen zum Strand vom Parkplatz aus und fingen an zu Fotografieren. Man konnte sich nicht entscheiden wohin man fotografieren sollten, mal waren die Lichter über der Bucht stärker und mal in Richtung Straße. Wir drehten uns ständig hin und her, die Dunkelheit erschwerte zudem das Fokussieren und und wir haben uns dann mit den Taschenlampen beholfen um überhaupt richtig Fokussieren zu können.

 

Das Problem war, wir hatten keinen Mond und keinen Schnee, der irgendwas reflektieren hätte können, so war die Landschaft drumherum sehr Dunkel, da ist es glaub besser, man fährt Februar oder März auf die Lofoten, da gibts hier eine Menge Schnee. Wir haben die ersten Bilder mit dem Canon 16-35 F4 gemacht und sind dann umgestiegen auf die etwas lichtstärkeren Linsen. Andreas hat das Tamron 24-70 F2.8 angesetzt, Nils hat sein Glück mit dem Canon 85mm F1,8 probiert und ich habe das Sigma 35mm F1.4 benutzt, um ein wenig mit dem Iso-Wert runter gehen zu können. Wir hatte auch wieder mit netten Leuten zu tun, die uns 5 mal mit der Taschenlampe blenden mussten, um zu schauen ob da wirklich wer mit einer Kamera steht. Die Bilder waren ok, aber es war leider nicht mehr das Spektakel auf das wir gehofft hatten, Northern Lights mit Spiegelung im Wasser. Also packten wir nach gut einer Stunde unsere Sachen und fuhren wieder zurück. Wir kamen gegen 0 Uhr in Ballstad an, Andreas legte sich Schlafen. Nils und ich gingen dann nochmal vor die Tür und da waren Sie wieder, die Northern Lights, also wieder die Kameras geschnappt und noch ein paar Bilder geschossen und eine kleine Timelapse gemacht. Letztendlich legten wir uns gegen 1 Uhr ins Bett, denn um 5 Uhr klingelte wieder der Wecker.

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